Dietmar Gollnick
03.12.2014

Miami Beach II – Nein, Paging geht nicht baden!

Der 2014er World Summit war gut besucht und hatte eine Vortragsqualität wie lange nicht.

Ilan_Friedman_Miami_2014
Ilan Friedman berichtet über den Einsatz von beeper bei der rechtzeitigen Warnung der Bevölkerung.

 

 

Sage nicht (nur) ich, sondern insbesondere Jim Nelson, dort neugewählter Chef der CMA-A (erstmals ein Hersteller und kein Betreiber). Ich durfte ja auch etwas dazu beitragen und habe das aus seinem Mund mal auch als Kompliment für uns aus dem alten Europa genommen ...

 

Was mich besonders beeindruckt hat (kleine Auswahl):

  1. Ilan Friedman mit seinem Vortrag über Sicherheitskommunikation und die Rolle von Paging (in Israel beeper ltd., nicht nur für Hebräisch-Kenner www.beeper.co.il ) bei der Frühwarnung oder rechtzeitigen Warnung der Bevölkerung beim Anflug von Raketen. Viele gleichzeitig, rechtzeitig und zuverlässig sowie unabhängig von GSM und LTE – das ist gefordert und das wird dort gemacht. Und für die Erdbebenwarnung ist die Lösung auch schon nach Mexiko exportiert worden – und rettet dort Menschenleben.
    Aufgefallen dabei: Ein Kollege aus Oklahoma fragte doch, wer denn da überhaupt schießt. Manchmal ganz schön weit weg vom weltpolitischen Schuss, die Jungs aus den Staaten.

  2. Der Vortrag direkt vor mir: Ein Beratungsunternehmen für US-Energieversorger. Thema: sichere Schaltvorgänge. Bei denen wird in den Staaten millionenfach Paging eingesetzt. Interessanter transatlantischer Dialog. Mit mehr Gemeinsamkeiten als gedacht. Unsere Lösung e*Nergy ist schon um einiges „more advanced“. Sollten wir doch mal darüber nachdenken, in die USA zu exportieren? Gedankenspiele.

  3. Vortrag des Sicherheitschefs von Miami Beach. Also kein Kollege, sondern ein Anwender von allem, was ihm hilft, Sicherheit und Image in der doch ganz schön südlichen Stadt zu gewährleisten und weiter zu verbessern. Eine seiner Kernaussagen: „Wenn nichts mehr geht, Paging geht immer.“ Wieder aufgefallen: Das unheimliche Vertriebspotenzial, das sogar Beamte in den Staaten haben. Ist denn dort jeder ein Top-Vortragender und Salesman? Das war schon in den Vorjahren so – der Chef der Sicherheit der Uni Austin (Texas) oder Krankenhausleiter, alle redeten begeistert und begeisternd. Vorbildlich.

  4. Der zweitgrößte US-Betreiber hat sich nun auch an einer medizinisch orientierten Messaging-Gesellschaft beteiligt. American Messaging (www.americanmessaging.net) rundet mit Doc Halo (heißt wirklich so!) sein Angebot an Krankenhäuser weiter ab. Die amerikanischen Kollegen sind viel stärker als die Europäer im medizinischen Umfeld tätig. Tausende Paging-Teilnehmer haben sie in den riesigen US-Krankenhäusern. „Neid“ kommt auf ;-)

  5. Ted McNaught von Critical Alert (www.criticalalert.com) ist in Miami mit dem jährlichen Global Critical Messaging Industry Award geehrt worden. Blick zurück in aller Bescheidenheit: Erster Preisträger 2010? Richtig. Der kam von e*Message aus Deutschland, siehe auch www.emessage.de/emessage/aktuelles/meldungen/2010/010710_dublin.php

Im nächsten Beitrag gibt’s noch einen Nachschlag.

Bis bald, Ihr Dietmar Gollnick.