Klaus Hütten
15.02.2019

Werkfeuerwehren: Ein Stück Sicherheit auf dem Betriebsgelände

Werkfeuerwehr

Die Ersten sein, wenn es brennt, ätzendes Gas ausströmt oder heißer Stahl aus der Rinne fließt. Werk- und Betriebsfeuerwehren haben vielfältige Aufgaben und müssen dafür sicher und zuverlässig erreicht werden.

Derzeit sind ca. 750 Werkfeuerwehren und 300 Betriebsfeuerwehren in Deutschland aktiv.

Werk- und Betriebsfeuerwehren: Spezielle Aufgaben und Erfordernisse

Werk- und Betriebsfeuerwehren werden in Verantwortlichkeit von Unternehmen vorgehalten, in denen besondere unternehmensspezifische Gefahrensituationen auftreten können, z.B. in Unternehmen der chemischen Industrie, auf Flughäfen aber auch in mittleren und kleinen Industriebetrieben, die der sogenannten Störfallverordnung unterliegen.

Wesentliche Vorteile für die Unternehmen, die eine eigene Feuerwehr eingerichtet haben, ergeben sich aus kürzeren Eingreifzeiten im Einsatzfall aber auch durch eine auf die unternehmensspezifische Gefahrensituation ausgerichtete Ausrüstung und Ausbildung. Die Möglichkeit, schneller und gezielter  als die kommunalen Feuerwehren zu reagieren, kann wiederum zu einer großen Kostenersparnis sowie zu geringeren Ausfallzeiten der Maschinen und Anlagen führen.
Weiterhin dürfen Werkfeuerwehren auch zur Unterstützung von kommunalen freiwilligen Feuerwehren eingesetzt werden, müssen aber entsprechend ausgerüstet sein.

Werkfeuerwehren können aufgrund der besonderen Gefahrensituationen im Unternehmen oder im Industriepark aufgrund staatlicher Anordnung oder auch freiwillig eingerichtet werden. Betriebsfeuerwehren werden im Gegensatz dazu grundsätzlich auf freiwilliger Basis durch die Unternehmen eingerichtet und dürfen nur im eigenen Betriebsgelände wirksam werden.

Für die Ausrüstung und Ausbildung der Beschäftigten in Werk- oder Betriebsfeuerwehren sind die Unternehmen zuständig.
Als wichtiger Bestandteil der betrieblichen Gefahrenabwehr übernehmen Werkfeuerwehren ein komplexes Aufgabenspektrum, das sich längst nicht mehr nur auf die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen beschränkt. Eine viel größere Bedeutung hat heutzutage der vorbeugenden Brandschutz und die Abwehr von Gefahren für die Umwelt.

Zuverlässige Kommunikation: Einsatzkräfte schnell und sicher alarmieren und herbeirufen

Angehörige der Werkfeuerwehren, sowohl hauptberufliche als auch neben ihrer eigentlichen Beschäftigung im Unternehmen nebenberufliche Einsatzkräfte, müssen im Einsatzfall alarmiert oder ggf. in der Bereitschaft benachrichtigt und herangeholt werden.
Aufgrund der bereits gesicherten Anwesenheit der Einsatzkräfte im Gefahrenbereich, der oftmals vorhandenen und rund um die Uhr  besetzten Gefahrenmeldezentrale oder Leitstelle kommen spezifische Alarmierungslösungen zur Anwendung.
 
Dazu gehören Sprachdurchsageanlagen in Gebäuden und Sirenen auf dem Betriebsgelände, aber auch für die Warnung der Bevölkerung in den angrenzenden Wohngebieten, sowie lokale Alarmierungssysteme (Paging) für die Alarmierung der Angehörigen der Werk- und Betriebsfeuerwehren.

Komfortable Einsatzleitsysteme, auch in Verbindung mit Brandmeldeanlagen oder Störmeldeanlagen liefern primäre und sekundäre Informationen für die Einsatzkräfte.

e*BOS-Alarmierung - zuverlässige, komfortable und kostengünstige Lösung

Seit vielen Jahren setzen eine große Anzahl von Werk- und Betriebsfeuerwehren auf die e*BOS-Alarmierung von e*Message, so zum Beispiel der Flughafen Düsseldorf International (DUS) oder InfraServ Wiesbaden.
 
Diese erlaubt aufgrund der nutzbaren Infrastruktur des Sicherheitsfunknetzes lokale oder regionale, hochverfügbare Funkversorgung. Gerade in weiträumigen Industrieparks mit Gebäuden, Rohrleitungen, Tankanlagen oder in Schächten und Kellern wird eine sichere Alarmierung sichergestellt. Und: Mit dem System werden auch Mitarbeiter (in Bereitschaft) im Bedarfsfall zuverlässig erreicht, die nicht im unmittelbaren Umkreis  des Werksgeländes wohnen, sondern zum Teil mehrere Kilometer entfernt.
 
Alarmiert wird auf äußerst robuste Pager, die bei entsprechenden Anforderungen auch unter explosionsgefährdeten Umgebungsbedingungen genutzt werden können. Die eingesetzten Meldeempfänger können über eine Meldeempfängerverwaltung individuell konfiguriert und verwaltet werden.

Aufgrund der großflächigen Erreichbarkeit im Sicherheitsfunknetz der e*Message sind auch unterschiedliche Werksteile bzw. ganze Standorte von einer Leitstelle schnell und sicher alarmierbar.

Eine ganze Reihe weiterer Sonderlösungen sind möglich, z.B.
  • satellitengestützte Anbindung der Leitstellen an das Alarmierungsnetz
  • Sirenenansteuerung und -überwachung
  • Nutzung von Großdisplays zur Anzeige auf Werkstraßen
  • Nachalarmierung zur Heranholung von Bereitschaftskräften aus ihren Wohnorten
Lesen Sie im folgenden Fallbeispiel, warum das internationale Chemieunternehmen Evonik auf e*BOS-Alarmierung vertraut.
 

Kraft für Neues und Vertrauen auf Bewährtes

Evonik ist ein Industrieunternehmen, das seit 1880 u. a. in Wesseling  chemische Grundstoffe herstellt, die wiederum für die Herstellung von Pflegeartikeln, Reifen- und Gummiartikeln, Papier, Farben und Lacken und zur Arzneimittelsynthese benötigt werden.

Eine hochsensible Umgebung, in der die Werkfeuerwehr im Ernstfall sicher und schnell erreicht werden muss.

Lesen Sie mehr im Anwenderbericht.

Zum Anwenderbericht
CS-Evonik-Bild


Dr.-Ing. Klaus Hütten
Direktor Vertrieb