Anke Lüders-Gollnick
28.10.2020

Notfallmanagement in Unternehmen – auf Notfälle, Krisen und Gefahrenlagen optimal vorbereitet sein

Notfallmanagement in Unternehmen

Ob menschliches oder technisches Versagen, Naturereignisse oder unvorhergesehene Verkettungen widriger Umstände – es gibt etliche Gründe, warum es in einem Unternehmen zu Notfällen kommen kann.

Ob bei überschaubaren Maschinenschäden oder großen Katastrophen wie dem Störfall im Atomkraftwerk Fukushima, oft zeigt sich gleichermaßen, dass sich die Folgen der Zwischenfälle durch ein lückenloseres Notfallmanagement hätten begrenzen lassen.

Die Begriffe Notfallmanagement und Krisenmanagement werden heute oft synonym verwendet. Denn schnell kann aus einem kleinen Notfall eine bedrohliche Krise erwachsen. Aufgabe eines effektiven Notfall- und Krisenmanagements ist, möglichst umfassende Problemlösungen für Notfälle, Krisen und Katastrophen bereitzustellen – sowohl für die Prävention von Notfällen als auch für die Bewältigung bereits eingetretener Notlagen.

Von einem falschen Handgriff aus Unachtsamkeit über Materialermüdung, Konstruktionsfehler oder ungeeignete Betriebsbedingungen bis hin zu Naturkatastrophen – Notfälle können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Deshalb erfordert Notfallmanagement eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die sowohl technische, natur- und ingenieurwissenschaftliche Aspekte als auch sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven mit einbezieht. Grundlagen für ein wirksames Notfallmanagement und die effektive Gefahrenabwehr sind unter anderem:

  • Katastrophenforschung zur Ergründung kausaler Zusammenhänge beim Eintreten und Ablauf von Katastrophen
  • Risikoanalyse
  • Vorbeugende Maßnahmen
  • Notfallbereitschaft
  • Frühwarnsysteme
  • Bewältigungsstrategien für Notfälle, Krisen und Katastrophen

Wo muss Notfallmanagement ansetzen?

Notfallmanagement beginnt im Kleinen – etwa mit der optimalen Auslegung von Rettungs- und Fluchtwegen oder der Beschilderung des Firmengeländes mit Hinweisen auf potenzielle Gefahrenquellen. Hinzu kommen regelmäßige Schulungen der Belegschaft zu Fragen der Sicherheit und das Trainieren wichtiger Erste-Hilfe-Maßnahmen, um etwa unmittelbare Gefahren für Leib und Leben der Mitarbeiter abzuwenden. Ebenso wichtig sind umfangreiche Wartungspläne für alle Anlagen, um folgenreiche und teure Maschinenausfälle zu vermeiden.

Wie können Notfälle in Unternehmen die gesamte Gesellschaft beeinflussen?

Oft sind Notfälle das Ergebnis von Nachlässigkeit in der täglichen Praxis, mangelndem Gefahrenbewusstsein oder der fehlenden Bereitschaft, in sichere Prozesse zu investieren. So war etwa die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 die Folge schwerwiegender Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften in Verbindung mit konstruktionsbedingten Eigenheiten des Reaktors. Menschliches Versagen war die Ursache der 1989 durch die Havarie des Tankers Exxon Valdez vor Alaska verursachten Ölkatastrophe, deren Folgen im dortigen Ökosystem bis heute zu spüren sind. Ein starkes Erdbeben und ein Tsunami führten 2011 im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zu einer Atomkatastrophe, bei der große Mengen radioaktiver Stoffe im Meer freigesetzt wurden. Die Naturereignisse bewirkten einen Ausfall der Notstromversorgung, die zur Kühlung der Brennelemente in den Reaktorkernen, in den Brennelement-Lagerbecken und für die Schnellabschaltung des Reaktors erforderlich gewesen wäre.

Je stärker große Unternehmen die Infrastrukturen unserer Gesellschaft mitprägen, desto gravierender können die Auswirkungen von Notfällen sein – wie etwa bei Netzausfällen von Energieversorgern oder Telekommunikationsunternehmen. Ähnlich verheerende Effekte kann der Ausfall von Zulieferern, von Betrieben im Gesundheitswesen oder in der Logistikbranche haben – das hat sich aktuell in der Corona-Krise gezeigt, als es vielfach zu Versorgungsengpässen teils lebenswichtiger Güter kam.

Digitalisierung macht Unternehmen angreifbarer

Im Zeitalter der Digitalisierung und zunehmend vernetzter Systeme gewinnt das Notfallmanagement im IT-Bereich immer stärkere Bedeutung, da auch hier Ausfälle zu (lebens-)bedrohlichen Situationen und Sachschäden in Millionenhöhe führen können. So legte etwa im Jahr 2017 das Schadprogramm WannaCry weltweit mehr als 230.000 Computer lahm. Betroffen waren von dem Cyberangriff unter anderem der britische National Health Service (NHS), der Telekommunikationskonzern Telefónica, das Logistik-Unternehmen FedEx, diverse Automobilhersteller und die Deutsche Bahn. 2018 wurden neben den Fluggesellschaften British Airways und Cathay Pacific auch zahlreiche internationale Hotelketten Opfer von schwerwiegenden Cyberattacken.

Die Aufgaben des Notfallmanagements

Notfallmanagement soll sicherstellen, dass Firmen und Organisationen jeglicher Art ihren Betrieb auch unter allen Notfallbedingungen weiterführen können. Im Besonderen gilt dies für Versorgungsunternehmen, die die Verfügbarkeit von Strom, Gas, sauberem Wasser, Fernwärme und anderer essenzieller Leistungen sicherstellen müssen. Zentrale Aufgabe ist, Notfälle zu begrenzen, damit sie sich nicht zu Krisen ausweiten können. Dies geschieht mit der Maximierung der Ausfallsicherheit, etwa durch

  • Identifizierung möglichst aller potenziellen Gefahrenquellen
  • Prävention von Notfällen jeglicher Art
  • Planung und Training zielführender Maßnahmen für Notfälle aller Art
  • Intelligente Wartungskonzepte für technische Anlagen
  • Effektive Schutzmechanismen in der IT-Infrastruktur gegen Hackerangriffe

Welche Anforderungen stellt ein effektives Notfallmanagement an Unternehmen?

Jede Anlage ist anders und birgt ihre ganz eigenen Gefahrenquellen. Ein Notfall- und Krisenmanagement muss deshalb immer individuell aus den Geschäftsprozessen des jeweiligen Unternehmens abgeleitet werden. Dabei gilt es, möglichst alle Bedrohungslagen zu identifizieren, bevor sie eintreten können, sowie entsprechende Notfallstrategien zu entwickeln und einzuüben. Zusätzlich zur Identifizierung von Gefährdungen gilt es demnach, …

  • … Notfallpläne für alle Unternehmensbereiche zu erstellen
  • … Alarmierungskonzepte auszuarbeiten
  • … Verantwortlichkeiten unter den Mitarbeitern zu klären
  • … relevante Werkzeuge und Technologien zu implementieren und regelmäßig zu prüfen
  • … Mitarbeiter mit den Abläufen bei Eintritt eines Notfalls vertraut zu machen
  • … eine Notfall-Meldestelle mit qualifiziertem Personal einzurichten
  • … einen qualifizierten und jederzeit erreichbaren Bereitschaftsdienst aufzubauen
  • … den Bereitschaftsdienst mit geeigneten Kommunikationslösungen für die Alarmierung und Gefahrenabwehr auszustatten

Besonders wichtig für ein funktionierendes Notfallmanagement: professionelle Alarmierung und sichere Kommunikation

Gerade wenn der Notfall in einem Unternehmen mit hoher Bedeutung für die Allgemeinheit auftritt, muss die Störung schnellstmöglich beseitigt werden, um die Versorgung der Bevölkerung wiederherzustellen und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Maßgebend sind dafür u. a. die Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Technischen Regeln des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.).

In der Ablauforganisation des Notfallmanagements spielt dabei die rechtzeitige und zuverlässige Alarmierung und Information der Einsatzkräfte eine wichtige Rolle – hierfür gibt es Spezialnetze für vornehmlich professionelle Anwender wie das des Betreibers e*Message W.I.S. Deutschland GmbH, das deutschlandweit u. a. von Energie-, Gas-, und Wasserversorgungsunternehmen, Feuerwehren, großen Industriebetrieben, Hilfsorganisationen und Gesundheitsbetrieben genutzt wird. Digitale, pagerbasierte Funkruf-Lösungen wie e*Cityruf werden unabhängig von öffentlichen Telefonnetzen betrieben und zeichnen sich daher durch eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit aus. e*Cityruf lässt sich individuell konfiguriert und flexibel in die jeweilige Ablauforganisation und die betriebseigene IT-Infrastruktur einbinden.

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Zwei Wege für noch mehr Sicherheit: e*Message Multichannel-Alarmierung für den Krisen- und Katastrophenfall in der Praxis

Seit vielen Jahren sind Kommunikationslösungen von e*Message im Notfallmanagement von Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen im Einsatz. So etwa auch bei der Stadtentwässerung Hamburg. Über 800.000 technische Anlagen zur Ableitung von Ab- und Regenwasser gibt es in Hamburg. Schächte, Siele, Pumpwerke, Rückhaltebecken und Absperrvorrichtungen werden zentral über eine Netzleitstelle gesteuert. Ist das Kanalnetz bei starken Regenfällen überlastet, muss der Bereitschaftsdienst der Stadtentwässerung schnell eingreifen, um Überflutungen zu verhindern. Seit mehr als 15 Jahren setzt das Unternehmen Hamburg Wasser mit seinen Wasserwerken und der Stadtentwässerung deshalb im Ernstfall auf die zuverlässige Alarmierungslösung e*Cityruf. 2020 wurde der Dienst nun auf den Multichannel-Dienst 2wayS von e*Message umgestellt. Das macht die Alarmierung noch sicherer, weil sie gleichzeitig über zwei redundant ausgelegte Kanäle erfolgt – zum einen über das e*Message-Sicherheitsfunknetz und zum anderen über Mobilfunk. Ein Rückkanal ermöglicht zusätzlich die automatische Quittierung der Nachricht an den Absender. 2wayS überzeugt in der Praxis mit seiner besonders hohen Versorgungsgüte. Mit der schnellen und zuverlässigen Alarmierung kann der Bereitschaftsdienst der Hamburger Stadtentwässerung seine Reaktionszeit in Notfällen noch weiter optimieren (weiterführende Informationen in der e*News 2020).

Warum e*Cityruf und 2wayS von e*Message optimale Lösungen für das Notfallmanagement von Unternehmen und Institutionen sind

e*Message-Lösungen für die Alarmierung im Notfallmanagement erfüllen alle Anforderungen, die an Kommunikationssysteme für die Gefahrenabwehr gestellt werden. Sie ermöglichen die schnelle, sichere und zuverlässige Abstimmung der Einsatzkräfte und sind unabhängig von störanfälligen öffentlichen Telekommunikationsnetzen.

Die moderne, auf internationalem Standard basierende Funkruftechnologie ist zuverlässig, anwenderfreundlich und überall einsetzbar. Nahezu 100 % Erreichbarkeit sorgen dafür, dass Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und sicher gerufen werden – ideal und notwendig, um Gefahrensituationen von der Bevölkerung abzuwenden und Großschadenslagen zu verhindern oder zu minimieren.

Vorteile auf einen Blick:

  • Eigenes digitales Sendenetz, z.T. in Kombination mit 2. redundanter Infrastruktur
  • Exzellente Netzabdeckung, nahezu 100 % Erreichbarkeit, sogar in technisch sensiblen Bereichen und geografisch schwierigen Lagen
  • Hohe Netzstabilität auch in Hochlastzeiten
  • Ausgezeichnete Versorgung (99.87 % aller Rufe kommen an)
  • Handliche, unkomplizierte Endgeräte
  • Geringe Investitionskosten
  • einfache Integration in die eigene IT-Infrastruktur und betriebsinterne Abläufe
  • Keine Wartungskosten
  • Günstige Pauschaltarife

Professionelle Alarmierung von Bereitschaftskräften

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