Dr. Hartmut Ilse
25.09.2017

Metering Days 2017

Die Stromnetz-Digitalisierungs-Branche traf sich erneut bei den Metering Days 2017 der ZVEI-Akademie am 19./ 20. September 2017 in Fulda. Rund 600 Teilnehmer waren an den Vorträgen von ca. 60 Referenten und den Firmen-Darstellungen auf 45 Ausstellungsständen interessiert. Auch e*Message war mit ihrer Live-Präsentation des e*Nergy-Strompagers wieder dabei. 

Unser Bereichsleiter Produkte, Carsten Hofmann wirkte im "Metering Solution Forum", Teil Software & Applikationen mit dem Vortrag "Auch ohne CLS netzdienlich sicher steuern in der Niederspannung" mit.

Den erwarteten allgemeinen "Aufschrei", dass man sich doch nicht erdreisten solle, an der CLS vorbei sicher steuern zu wollen, gab es in diesem Jahr nicht. Das war sicher kein Zufall, denn im Mittelpunkt vor allem der Vorträge der "Metering Days 2017" stand der "Mehrwert des Kunden aus dem Smart Meter Rollout" und nicht mehr, wie in den Vorjahren die für den Smart Meter Rollout per Dekret einzusetzende Technik, wobei der Kundennutzen außen vor blieb.

  • Carsten Hofmann im Metering Solution Forum

  • e*Nergy-Strompager live am Stand von e*Message

 

 Neben Smart Meter Rollout-(Vorbereitungs-)Erfahrungen mit Vorläufern der vom BSI zu zertifizierenden Systeme und Geräte drehten sich viele Vorträge um die Notwendigkeit, den Kunden mit den intelligenten Messsystemen (iMSys) neben den Mehrkosten auch einen Mehrwert anbieten zu können. Dabei wurde deutlich, dass nahezu keiner dieser möglichen Mehrwert-Beiträge direkt aus der iMSys-Installation generiert werden kann. Zur Erschließung der Mehrwert-Beiträge sind bereichsübergreifende Kooperationen erforderlich, z.B. in Richtung Smart Home, Smart Care, Smart Mobility und viele weitere.

So, wie in unterschiedlichen menschlichen Tätigkeitsbereichen Mehrwert für die Letztverbraucher erschließbar ist, so sind die Anforderungen der Stadtwerke / Verteilnetzbetreiber als Kunden in der Digitalisierung der Energiewende ebenfalls außerordentlich unterschiedlich, so dass es auch dabei kaum "die eine Lösung" geben wird. Darum besteht die Herausforderung für die Produktanbieter zur Energiewende ebenfalls darin, eng zu kooperieren, um den Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die jeweils passende Lösung zusammenzustellen. Diese Lösungen werden aus BSI-regulierten und nicht regulierten Komponenten bestehen können / müssen, um die erforderlichen Mehrwerte auch für die Letztverbraucher zu ermöglichen.

  • C. Hofmann zum Thema, warum Steuern ohne CLS Sinn macht

 

Und so wird auch e*Nergy seinen berechtigten Platz in der Kombination mit anderen Produkten bei den Lösungsanbietern für die intelligente Steuerung von Stromnetzen finden. Nämlich überall dort, wo den Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die besonderen e*Nergy-Vorteile von Kosteneffizienz über Sicherheit / Zuverlässigkeit / funktionale Flexibilität ... bis hin zur Überregionalität wirtschaftlich zugutekommen.

 

Unsere Gespräche am Stand haben diesen Trend bestätigt.

Hartmut Ilse