Dr. Hartmut Ilse
28.02.2018

e*Nergy / StromPager im "Smart Energy" Bereich erneut auf der E-world 2018

"Smart Cities" war das bestimmende Thema der E-world 2018. Der Weg hin zu Smart Cities – intelligent und energetisch optimal vernetzten Städten – verlangt von Unternehmen und Verbrauchern völlig neue Ideen bei der Energieversorgung.

Mit erstmals 750 Ausstellern aus 26 Ländern und über 25 Tsd. Fachbesuchern aus 73 Ländern war die E-world energy & water 2018 wieder größer als in den Vorjahren und hat damit ihre Position als führende Energiewirtschafts-Fachmesse in Europa unter Beweis gestellt. Nahezu alle großen Unternehmen sowie die breite Innovationsträgerschaft der Branche waren vertreten.

NEU: StromPager DX

Eine der neuen Ideen ist e*Nergy mit dem StromPager, die im Bereich Smart Energy (Halle 6) von den e*Message-Partnern Bosch Software Innovations GmbH und IK Elektronik GmbH auf ihren Messeständen in der neuesten Version "StromPager DX" in Funktion präsentiert wurde. Der StromPager DX unterscheidet sich von seinem "buchstabenlosen" Pendant durch einen Rückkanal über die CLS-Schnittstelle. Damit wurde ein neuer Schritt in der Entwicklung des bereits viele Tausend Male bei der Stromnetz Berlin anstelle der Tonfrequenzrundsteuerung eingesetzten StromPagers realisiert. Wenn bereits jetzt eine hochsichere, den BSI-Anforderungen gerecht werdende, e*Nergy-funkbasierte Stromnetz-Steuerung auch ohne Smartmeter Gateway möglich ist, so kann mit dem neuen StromPager DX zukünftig auch eine Quittung des Schalt-Vollzugs o.ä. per CLS-Schnittstelle an hoffentlich bald BSI-zertifizierte Smartmeter Gateways gesendet werden. Mit der CLS-Schnittstelle ist für den StromPager der Weg zur Integration in das Smart Grid und zu einer vollwertigen FNN-Steuerbox frei.

  • Herr Herold (l.) von IK Elektronik

  • StromPager DX


Was bedeutet Digitalisierung in der Energiewende?

Trotz aller Innovationen, die durch die Lösungsanbieter zur Digitalisierung der Energiewende auf der E-world gezeigt wurden, ist dieser Markt jedoch noch nicht richtig, oder besser gar nicht, in Schwung gekommen. Die Digitalisierung der Energiewende beinhaltet nicht nur den Ersatz einzelner Komponenten des Energiemarktes, sondern die Umstellung / Digitalisierung der meisten Prozesse u. a. in den Stadtwerken (SW), den Netzen und im "Energiehandel".

Die SW und Verteilnetzbetreiber (VNB) müssen entsprechende Veränderungen Ihrer Prozesse jedoch äußerst vorsichtig angehen, da

  • die technischen Voraussetzungen noch nicht durchgehend verfügbar sind, z.B. keine BSI-zertifizierten Smartmeter Gateways, FNN-Steuerboxen u.v.m.
  • die ökonomischen Effekte, z. B. aufgrund des sehr engen Preis-/Kosten-Spielraums des Smartmeter-Rollout, bisher kaum bewertbar sind
  • keine realistischen praktischen Erfahrungen von SW und VNBs mit der Digitalisierung vorliegen.

Die E-world 2018 hat erneut gezeigt, dass die IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen diesen Markt erkannt haben und den SW und VNBs Komplettlösungen zur Umstellung / Digitalisierung ihrer Leistungsprozesse von der IST-Zustandsanalyse über die Komponenten-Beschaffung bis zur Abnahme der neu digitalisierten Leistungsprozesse alles aus einer Hand anbieten. Mit der Entwicklung komplexer Lösungsangebote einher gehen auch verstärkte Firmen-Kooperationen und -Übernahmen / -Beteiligungen. Erfolgreiche Stadtwerke, z.B. Schwäbisch Hall, bieten ihre bisherigen Erfahrungen anderen Stadtwerken an und gründen SW-Kooperationen bzw. eigene Firmen zur Vermarktung von erfolgreichen eigenen Lösungen wie z.B. die Somentec Software GmbH.

Die andere Variante ist der "Verbund", die Gründung von gemeinsamen Gesellschaften von Stadtwerken, wie z.B. TRIANEL und Netzwerkpartner, zur gemeinsamen Einführung von ausgewählten Lösungen, bzw. von Lösungen eines einheitlichen Anbieters, z.B. rku.IT durch TRIANEL.

Einzelne Stadtwerke aber auch SW-Verbünde sowie Verteilnetzbetreiber sind darum sehr zurückhaltend vor dem eigentlichen Beginn der Umstellungsprozesse im Energiemarkt, insbesondere einzelne Komponenten ihrer Leistungsprozesse, z. B. der Netzsteuerung, zu ersetzen. Darum muss auch der StromPager Bestandteil von Lösungspaketen zur Digitalisierung der Leistungsprozesse einzelner Stadtwerke oder ganzer SW-Verbünde sowie von Verteilnetzbetreibern sein.

Indem durch den Regulierer, die BundesNetzagentur, ganz enge Preisobergrenzen vorgegeben sind, hat die Vermarktung des Smartmeter-Rollouts über die Mehrwerte für den Endkunden zu erfolgen.

Mehrwert des neuen StromPagers

Mit folgenden Mehrwert-Argumenten offerieren wir unsere neuen StromPager den Stadtwerken und Verteilnetzbetreibern, bzw. den Digitalisierungs-Lösungsanbietern:

  1. Der Gesamtaufwand zum deutschlandweiten netzdienlichen u. netzkritischen Schalten mittels des e*Nergy-Netzes ist wesentlich geringer als die Mehraufwendungen zur entsprechenden Ertüchtigung / Betrieb des "Messnetzes" der SMGw-Infrastrukturfür ein deutschlandweites netzdienliches u. netzkritisches Schalten.
  2. Ein hybrider Ansatz unter Nutzung von zwei "Netzen", eines zum Messen (und später zum "nicht-prioritären" Schalten) sowie eines (das e*Nergy-Netz) zum prioritären, d.h. netzdienlichen u. netzkritischen Schalten, erhöht die Zuverlässigkeit der Netzsteuerung, bzw. senkt das Risiko eines Ausfalls der kritischen Netzsteuerung um ein Vielfaches.
  3. Die deutschlandweite netzdienliche / netzkritische Steuerung / Schaltung wird dank des hybriden Ansatzes wesentlich (mindestens 5 – 10 Jahre) früher möglich, als mittels Ertüchtigung des intelligenten „Messnetzes“, der SMGw-Infrastruktur.
  4. Die Wirtschaftlichkeit des Smart Meter Rollouts wird dank einer früheren Netz-dienlichkeit wesentlich früher möglich. Alleine diese macht eine schnelle e*Nergy-StromPager-Einführung wirtschaftlich und technisch sinnvoll.
  5. Kopplung beider Infrastrukturen über eine Reihe von Schnittstellen und Bereitstellung eines hybriden und integrierten Gesamtsystems, um z.B. - aktuelle Messwerte auch für Schaltungen mittels e*Nergy bereit zu stellen, - eine zentrale Koordinierungsfunktion (Berechtigungsverwaltung) durch den VNB für beide Infrastrukturen verfügbar zu machen und - EMTs des Messnetzes, prioritäre Schaltungen über e*Nergy zu ermöglichen.

In Funktion zeigen wir die neuen e*Nergy-StromPager auch auf dem Paging-Kongress im April in Berlin. Hier können wir allen Interessenten Details und vor allem die Mehrwerte der StromPager erläutern. Melden Sie sich noch heute hier an!:

CritComms Berlin Paging-Kongress

Hunderte Unternehmen der Energieversorgungsbranche nutzen zum Teil seit mehr als einem Jahrzehnt einen Dienst, der auf Basis des e*Message-Sicherheitsfunknetzes funktioniert: e*Cityruf für den Schwarzfall und andere ernste Situationen. Mehr dazu hier:

e*Cityruf für Ihren Bereitschaftsdienst

Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung.

Kontakt für Ihre Anfragen

Projektgruppe e*Nergy:

Feliks Vainik
Telefon: (030) 4171-1515
E-Mail: f.vainik@emessage.de

Hartmut Ilse
Telefon: (030) 4171-1420
E-Mail: h.ilse@emessage.de