Dr. Klaus Hütten
19.09.2019

Optionen moderner Alarmierungssysteme

Moderne Alarmierungssysteme

Aus dem täglichen Leben sind vielfältigste Kommunikationsmittel nicht mehr wegzudenken. Wir alle tragen mit unseren Smartphones tagtäglich einen meist überdimensionierten und universell nutzbaren „Kommunikationsexperten“ mit uns herum. Die Nutzung ist meist abhängig vom Besitzer sehr spezifisch.

Genutzt werden aber nur Bruchteile der Möglichkeiten, die uns Smartphones der aktuellen Generation bieten. Aber im recht unwahrscheinlichen Falle könnten wir vielmehr ..., wenn wir uns dann im entscheidenden Moment an die erforderlichen Bedienungsschritte erinnern würden, die benötigte APP aktualisiert ist und wir alle Einstellungen richtig gesetzt haben.

Über eine APP meldet sich die Frau, über eine Andere die Freunde oder …, zwischendurch eine E-Mail vom Online-Handel oder vom Chef, eine Push-Nachricht von einem Nachrichtenmagazin, eine Wetter-APP kündigt ein Gewitter oder große Hitze an, vielleicht müsste das Smartphone auch mal wieder geladen werden ...

Aber wehe es gibt ein „Funkloch“ oder der Strom fällt aus, noch schlimmer das Smartphone geht verloren oder funktioniert einfach nicht mehr.

Schon als Privatperson verbreiten diese Horrorszenarien individuelle Angst und Schrecken.

Auch aus diesen Gründen werden daher professionelle Alarmierungssysteme und -geräte genutzt, um Einsatzkräfte der Feuerwehren, Rettungsdienste aber auch in Industrie und Gewerbe zu alarmieren, die dann bei Störungen, Katastrophen und Krisen wirksam werden.

Professionelle Alarmierung mit Sicherheitskonzept

Im professionellen Störungs- und Katastrophenmanagement müssen Alarmierungs- und Kommunikationssysteme zur Anwendung kommen, die zuverlässig, hoch verfügbar sind und allen Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalles entsprechen.

Die Nutzung von Alarmierungssystemen, die in spezialisierten Sicherheitsfunknetzen arbeiten, ist eine Lösung. Bei diesen Sicherheitsfunknetzen handelt es sich um Funknetze, die speziell auf die hohen Anforderungen einer bestimmten Anwendergruppe zugeschnitten sind und nur von ihr genutzt werden.

Alarm über schmalbandige Netze: kleine Datenmenge, geringer Energieverbrauch, höchste Sicherheit

Auf Funkruf bzw. Paging basierende Dienste gehört aktuell zu den zuverlässigsten Lösungen für die Alarmierung von Bereitschaftsdiensten. Anders als die öffentlichen Mobilfunknetze, die darauf ausgelegt sind, möglichst große Datenmengen zu übermitteln – zum Beispiel mit Standards wie 4G oder 5G – basiert digitaler Funkruf auf schmalbandigen Netzen im POCSAG-Standard (Post Office Code Standard Advisory Group). Sie sind auf den Austausch kleinster Datenmengen bei sehr geringem Energieverbrauch und höchster Übermittlungssicherheit spezialisiert.

Der Einsatz eines professionellen Alarmierungssystems auf Funkruf-Basis stellt den reibungslosen Ablauf der Alarmierung als Bestandteil des Störungsmanagements sicher und schont gleichzeitig personelle und finanzielle Ressourcen.

Die e*Message Unternehmensgruppe entwickelt in Deutschland und Frankreich entsprechende komplette Alarmierungssysteme für unterschiedliche Anwendergruppen mit oftmals sehr hohen spezifischen Anforderungen an.

Gründe für gestiegene Anforderungen an moderne Alarmierungssysteme gibt es viele.

An erster Stelle steht die zuverlässige und sichere Übertragung von Nachrichten unter allen „möglichen“ und „unmöglichen“ Bedingungen.

Aus diesem Grund wird auf eine entsprechende Systemarchitektur des Alarmierungssystems besonderer Wert gelegt. So sind z. B. alle zentralen Systembestandteile im Network Operation Center (NOC) redundant ausgelegt, alle Sendestandorte mit unterbrechungsfreier Stromversorgung konzipiert, die Funkversorgungsbereiche überlappen sich u.v.a..

Die Leitstelle: Dreh- und Angelpunkt der Alarmierung

Alle Informationen und Anweisungen kommen in Alarmierungssystemen aus einer Leitstelle, hier werden Störungs- oder Gefahrenmeldungen entgegen genommen, erfasst, alle weiteren erforderlichen Informationen zusammengetragen, Entscheidungen zum Einsatz getroffen und die Einsatzkräfte alarmiert und im weiteren Handlungsverlauf geführt.

Besondere Bedeutung hat deswegen auch die Übertragungsstrecke zwischen Leitstelle und NOC. Grundsätzlich werden hier terrestrische Verbindungen über Internet (IP) und Integrated Services Digital Network (ISDN), auch über ein Virtuell Private Network (VPN) genutzt.

"NOC über Satellit" erhöht die Verfügbarkeit der Verbindung

Der Dienst “e*Message NOC über Satellit“ bietet die Möglichkeit ein Very Small Aperture Terminal (VSAT), also Satellitenempfänger und -sender mit Antennen für satellitengestützte Kommunikation, ein Backup für die terrestrische Übertragung der Nachrichten zwischen Leitstelle des Kunden und Alarmierungsnetz der e*Message zu nutzen. Die Verfügbarkeit der Verbindung erhöht sich damit erheblich.

NOC-SAT-Infografik_2014

Von der Leitstelle des Kunden wird das Signal an eine Bodenstation und von dort nochmals per Satellit an das NOC und damit dem Alarmierungssystem übertragen. Bei dem genutzten VSAT-Dienst handelt es sich um ein Full-Service-Dienstleistungsangebot. Neben der benötigten Hardware umfasst das Angebot Montage, Inbetriebnahme und Service.

 

Präsentation: e*Message NOC über Satellit

In diesem Vortrag werden Funktionsweise und Vorteile des Systems präsentiert.

Erfahren Sie hier mehr über Anforderungen an Alarmierungssysteme und Maßnahmen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit:

Zum Vortrag
190916-Noc-ueber-Satellit

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